Eibe

"Eibe aka Tante Uschi (9) ist eine sehr unsichere und wesensschwache Pitbull Hündin aus denkbar schlechter Haltung. Sie bläst sich bei Hundebegegnungen zu Anfang sehr auf, provoziert und neigt zum Mobben und Kontrollieren wenn ein anderer Hund sich von der Show beeindrucken lässt. Wenn sie aber ihre Grenzen gezeigt bekommen hat, bzw. mit ihrem als Rudelpolizei aufspielen ins Leere gelaufen ist, harmoniert sie in der Gruppe mit Hunden jeden Alters und Geschlecht und beherrscht auch den Rückwärtsgang. Durch den Maulkorb und einen sehr entspannten Mehrhundehalter konnten wir sie, für alle beteiligen stress- und verletzungsfrei, in eine bestehende Gruppe aus 4 Hunden integrieren, in der sie sich jetzt sehr wohl fühlt und auch keinen Korb mehr braucht. Hätte mir jemand vor 4 Wochen gesagt, das meine Hündin schnäutzchenleckend mit einer fast gleichaltigen Pitbullhündin auf meinem - früher oft mit den Zähnen verteidigten - Bett liegen würde, hätte ich ihn für komplett plemplem gehalten. Jetzt erinnern uns die Omas immer öfter an Waldorf&Statler wenn sie Seite an Seite (und etwas genervt) das zockende Jungvolk von oben beobachten. Mein Fazit - Man lernt nie aus, und mancher Hund braucht einfach nur eine weitere Chance, um zu zeigen was in ihm steckt, ein Maulkorb kann dabei helfen, Situationen nicht eskalieren zu lassen, um die Regeln für ein entspanntes Miteinander aufstellen zu können. Denn sowas geht nur mit Hirn und Hundeverstand - man sollte die Körpersprache schon lesen können und die Gruppe einschätzen und regulieren (können), wenn man sowas versucht! Natürlich muss der Hund auch an den Maulkorb vorher gründlich gewöhnt werden! Mobbing und Grenzüberschreitungen anderer Hunde müssen im Ansatz schon unterbunden werden und die Hunde sollten einzeln bzw. mit Bedacht zusammengestellt werden bevor man alle zusammenlässt. Einfach in ein "Rudel" "reinwerfen" und schlimmstenfalls dabei zusehen, wie die anderen einen unsicheren Hund mental oder körperlich "platt" machen ( - frei nach dem Motto, das machen die unter sich aus) ist schlichtweg Tierquälerei und hat mit Sozialisation garnichts zu tun. Der Maulkorb ist für mich ein Mittel zum Zweck und niemals eine Dauerlösung ( Ausnahmen bestätigen auch hier wie sooft die Regel)!"